MEDIATHEK


Bioverträglichkeit von Materialien

Photoaktivierte Therapie

Preisgünstiger Zahnersatz

Sichere Amalgamentfernung

Alendronsäure-Problemmedikament in der Zahnmedizin

Seit dem Jahr 2003 haben die Zahnmediziner ein neues Problem bekommen. Denn in diesem Jahr wurde zum ersten Mal die "bisphosphonatassozierte Kiefernekrose" beschrieben. Verständlicherweise kann sich unter diesem Wortungetüm kein Laie etwas vorstellen. Aber ich habe in Gesprächen festgestellt,daß auch nicht allen Ärzten klar ist ,was das wirklich bedeutet.

Heute erhält eine zunehmende Zahl von Patienten eine "antiresorptive Therapie", zumeist bei Osteoporose und Krebserkrankungen mit Knochenbeteiligung. Am häufigsten werden Alendronsäure, Zoledronsäure und einige verwandte Stoffe eingesetzt. Auch das Präparat "Denosumab" weist die gleiche Problematik auf. Diese Medikamente verhindern den Knochenabbau,in dem sie-grob vereinfacht- die Durchblutung des Knochens stark vermindern. Die Nebenwirkung davon ist, daß die Fähigkeit des Knochens, Erreger abzuwehren (die im Normalfall sehr gut ist), gegen Null geht. So können ganz gewöhnliche Bakterien bei einer banalen Verletzung (einer Zahnextraktion,einer Prothesendruckstelle) praktisch ohne Gegenwehr große Teile des Kieferknochens in ein totes gammelndes Gebilde verwandeln und Zerstörungen wie ein bösartiger Tumor anrichten. Auch Antibiotika helfen wenig,da sie auf dem Blutweg transportiert werden und die Blutversorgung nun stark eingeschränkt ist. So bleibt -wenn es tatsächlich zur Kiefernekrose kommt- nur die Möglichkeit, ein großes Stück des Kieferknochens chirurgisch zu entfernen. Daß dies eine sehr belastende und auch entstellende Operation ist, dürfte jetzt jedem klar sein.

Ich kann Ihnen daher nur dringend empfehlen:

1) Sie müssen unbedingt wissen, ob bei Ihnen eine antiresorptive Therapie erfolgt ist, läuft oder geplant ist und welches Medikament eingesetzt wird.

2) Teilen Sie dies unbedingt Ihrem Zahnarzt mit.

3) Verbessern Sie Ihre Mundpflege und lassen Sie regelmäßige Zahnreinigungen durchführen,um die Zahl der Bakterien niedrig zu halten und das Entstehen von Eintrittspforten zu verhindern.

4) Seien Sie sehr wachsam, was Veränderungen an der Schleimhaut oder am Kiefer in Ihrem Mund betrifft. Konsultieren Sie Ihren Zahnarzt lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

5) Falls die Therapie erst geplant ist: fragen Sie Ihren Arzt, ob er der Meinung ist, daß diese Therapie bei Ihnen unbedingt nötig ist.

Dies ist keine Panikmache. Vielleicht kann ich ja einem Menschen einen solchen Leidensweg aus Unwissenheit ersparen.


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