tzündliche Zahnbetterkrankungen sind heute eine Volkskrankheit. Sie bereiten zumeist lange keine Schmerzen und werden daher oft unterschätzt. Dabei ist diese Parodontitis eine ernsthafte Erkrankung, nämlich eine bakterielle Infektionskrankheit. Es ist heute erwiesen, daß Parodontitis und Diabetes sich gegenseitig verschlechtern, und auch für die Entstehung bzw. Verschlimmerung von Arteriosklerose und koronarer Herzkrankheit ist Parodontitis als Risikofaktor nachgewiesen.
Ein erstes Warnsignal ist Zahnfleischbluten, beispielsweise beim Zähneputzen. Später können sich Lücken zwischen den Zähnen bilden. Wenn es zu Zahnlockerungen kommt, ist der Prozess schon weit fortgeschritten.
Heute weiß man, daß es genetische Risikofaktoren gibt, die das Auftreten dieser Erkrankung begünstigen, doch sollte dieser Einfluß nicht überschätzt werden. Zum größten Teil liegt der Verlauf dieser Erkrankung in den Händen des Patienten und seines Zahnarztes.
Frühere Generationen haben den Verlust ihrer Zähne als schicksalshaft hingenommen. Irgendwann waren dann eben die „3.Zähne“ dran. Mit dem gestiegenen Gesundheitsbewußtsein hat sich das zum Glück geändert, sodaß die meisten Patienten heute den langfristigen Erhalt Ihrer Zähne wünschen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist außer dem Einsatz des Zahnarztes und seines Teams vor allem die Mitarbeit des Patienten- Ihre Mitarbeit- nötig.